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Heidemännlein


Symbol sowie später „Marke“ der Blockheide wird das von Carl Hermann entworfene Heidemännlein; in seiner künstlerischen Gestaltung sind viele Versionen umherlaufender, dem Sakralen entnommener Puti dessen Vorläufer. Solche Figuren sind in den Arbeiten Hermanns stark vertreten, er stellt – sie einbeziehend – den Jahreskreis zeichnerisch dar und setzt sich in verschiedenen weiteren Szenarien mit ihnen auseinander; der Künstler selbst gibt solchen figuralen Darstellungen unterschiedliche Titel (z.B. „Hans im Glück“, „Mir is gleich“, „Bacchus“).

Carl Hermann - Heidemaennlein Braunauplatz

Das Heidemännlein ist ein bekleideter, wandernder Profanputto, der schnellen Schrittes mit Hut, Tasche, langem Rock und nach vorne zeigendem Wanderstab, in dynamischer Bewegung dargestellt, einhergeht; es ist als Symbol in der Blockheide an vielen Wegweisern, die Carl Hermann aus Granit gehauen hat, aber auch an und bei Privathäusern in der Umgebung vorhanden. Eine Plastik davon ist am Braunauplatz (Granit, Gmünd) aufgestellt; auch im Merchandising ist das Heidemännlein vertreten, dient es doch als Logo der Bäckerei Pilz in Gmünd und wird von der Kristallerie LILITH, der Glashütte von Kurt Zalto, Neunagelberg in vielerlei Hinsicht kunsthandwerklich genutzt und verarbeitet.

Carl Hermann - Heidemaennlein Glas

Mit dem Heidemännlein spricht Hermann plakativ an und bringt unbeschwerte Lebensfreude zum Ausdruck. Die dynamische Wirkung der linear gestalteten Figur verblüfft und weckt geradezu unmerklich die Bindung zur/zum dargestellten Figur/Bewegungsablauf gleich einem trailerartigen Filmspot. Es gelingt Hermann, die von ihm idealisierte Harmonie von Mensch und Natur dem Betrachter greifbar vor Augen zu führen und suggeriert dabei raffiniert agile Dynamik.

Carl Hermann