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Arbeiten von Carl Hermann

 

Carl Hermann trägt zusammen, was der Volksmund über Granitblöcke, deren Entstehung, Namen und Sagen berichtet. Das Heidemännlein platziert er als Logo, mit Reliefs bezeichnet er die einzelnen Granitblöcke, darunter Christophorusstein, Teufels Bettstatt, Schulerstein. Die Blockheide ist geboren.

Hermanns präsentiert wichtige Arbeiten meist im Öffentlichen Raum; solche, die typisch sind für ihn – in der Natur wurzelnd, figural reduziert und konstruktiv sachlich mit geometrischen Formen, die zueinander raumhaft in Verbindung gestellt sind. Gmünd, Waidhofen/Thaya, Weitra und Vitis im Waldviertel einerseits sowie Mariazell, der Seebergsattel und Leoben in der Steiermark andererseits sind die Stationen seiner puristischen Plastiken mit expressionistischer Wirkung.

1970 gelingt ein großer Wurf. Carl Hermann führt den Nord-Süd-Weitwanderweg 05 von seinem neuen Zuhause im Waldviertel entlang des 15. Meridians (östlich von Greenwich) zu seinen Wurzeln in der Steiermark. Wie Perlen an einer Schnur stellt er seine Kunst in die freie Natur und nimmt heute völlig selbstverständliche Symbiosen des Menschen mit Landschaft/Kunst/Kultur vorweg; seine Sprache ist die Granitplastik und Landschaftskultur. Begleitend zeigt Hermann mit dem Buch „Der Weg ist das Ziel“ Kulturgeschichte entlang des Nord-Süd-Weitwanderweges 05 – quer durch Österreich – auf.

Carl Hermann